8. August 2026

Biketour am ersten Tag – Vom Berninapass nach Cinuos‑chel

Der SpĂ€tsommer zeigt sich in den BĂŒndner Alpen noch einmal von seiner schönsten Seite. Die Luft ist klar, die Sonne steht warm ĂŒber den Gipfeln – und genau so beginnt der erste Tag unserer Biketour. Startpunkt: der legendĂ€re Berninapass. Auf 2’328 Metern Höhe wartet die frische Bergluft darauf, tief eingeatmet zu werden, und das leise Knirschen des Schotters unter den Reifen kĂŒndigt an, dass ein perfekter Bike‑Tag vor uns liegt.

Start am Berninapass – Wo die Berge Geschichten erzĂ€hlen

Bereits der erste Blick schweift ĂŒber eine Bilderbuchlandschaft: Gletscherzungen funkeln in der Sonne, der Piz Bernina ragt majestĂ€tisch ĂŒber dem Hochtal, und das Berninamassiv strahlt jene rauhe Schönheit aus, die man nur in hochalpinen Regionen findet. Das Wetter hĂ€tte nicht besser sein können – 17 Grad, trocken, sonnig und eine leichte Brise 
 genau richtig, um ins Rollen zu kommen.

Der Weg fĂŒhrt zunĂ€chst ĂŒber gut ausgebaute Trails, begleitet vom Rauschen kleiner GebirgsbĂ€che. Das Panorama wechselt im Minutentakt: von kargen Felsformationen ĂŒber goldglĂ€nzende LĂ€rchen bis hin zu weiten Blicken ĂŒber das Engadin. Jeder Kilometer ist ein Fotomotiv.

Abfahrt ins Engadin – Flow unter LĂ€rchen

Je weiter wir Richtung Tal fahren, desto weicher werden die Farben. Die ersten LĂ€rchen beginnen bereits, sich golden zu fĂ€rben – ein zartes Versprechen des nahenden Herbstes. Der Trail schlĂ€ngelt sich angenehm flowig bergab, nie zu technisch, aber aufregend genug, um das typische Bike‑Grinsen ins Gesicht zu zaubern.

Zwischendurch halten wir an, lauschen, atmen durch. Es ist einer jener seltenen Momente, in denen man spĂŒrt, wie gut es tut, einfach draussen zu sein. Keine Eile, kein Druck – nur der Trail, das Bike und die Berge.

Durch typische Engadiner Dörfer – Stein, Holz und Sonne

Kurz vor dem Talboden tauchen die ersten Engadiner HĂ€user auf. Dicke Steinmauern, Sgraffiti‑Verzierungen, schwere HolztĂŒren – das Engadin trĂ€gt seinen Charme mit SelbstverstĂ€ndlichkeit. Auf dem Weg nach Cinuos‑chel passieren wir kleine Weiler, Bauernhöfe und stille StrĂ€sschen, die aussehen, als hĂ€tten sie die letzten hundert Jahre nahezu unverĂ€ndert ĂŒberstanden.

Der letzte Abschnitt nach Cinuos‑chel fĂŒhrt am Inn entlang – ruhig, breit und entspannt. Ein idealer Cool‑down nach der alpinen Kulisse des Bernina.

Ankommen am Camping Chapella – Abendstimmung pur

Der Tag endet auf dem Camping Chapella, einem Ort, der sofort dieses besondere GefĂŒhl weckt: hier kann man ankommen. Die Zelte zwischen alten BĂ€umen, der Inn plĂ€tschert in Hörweite vorbei, und die Abendsonne taucht den ganzen Platz in ein warmes Gold.

WĂ€hrend wir die Bikes anlehnen und die ersten DehnĂŒbungen machen, breitet sich eine tiefe Zufriedenheit aus. Der Duft von frisch gekochtem Kaffee und die knisternde CampingatmosphĂ€re machen den Moment perfekt. Der erste Tag hĂ€tte nicht schöner sein können.

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